Das sieht Kitzbühel nicht alle Tage: „Ihr habt es geschafft“, sagte Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, beim Blick in die Menge: „Fieberbrunn übernimmt heute den Hahnenkamm.“ 160 Tage sind seit dem Triumph von einem der größten Söhne Fieberbrunns auf dem Ganslernhang vergangen, am Samstag durfte Manuel Feller endlich seine Hahnenkamm-Gondel in Empfang nehmen: „Es war ein Kindheitstraum, an dem ich lange gearbeitet habe, um ihn hinzubekommen.“
400 Fans, Freunde und Familienmitglieder erwiesen dem Techniker am Samstagnachmittag die Ehre. „Der bisherige Besucherrekord stammt von der Gondelübergabe an Marco Odermatt mit 220 Gästen“, erinnerte sich Michael Huber. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass ein Athlet aus dem Bezirk Kitzbühel auch ein Rennen in Kitzbühel gewinnt. Der letzte vor Manuel Feller war Hansi Hinterseer im Jahr 1974.
Für den Mann des Tages bedeute der Tag auch deshalb so viel, weil er damit seinen Fans etwas zurückgeben kann: „Es ist so schön, dass ich den Sieg am Ganslern heute mit so vielen lieben Menschen, meinen Freunden und der Familie teilen kann. Denn dafür bleibt während der Saison viel zu wenig Zeit. Erfolge sind auch nur dann so richtig schön, wenn ich sie mit jemandem teilen kann.“ Und geteilt wurde beim Starthaus auf dem Hahnenkamm so richtig. Selbst ein DJ rückte an: „Den braucht mein Fanclub.“
Sportlich hat der Slalomstar noch einige Ziele. „Ich möchte schmerzfrei Ski fahren und Spaß am Skisport haben. Bei der WM 2027 ist Edelmetall natürlich immer ein Ziel. Und nachdem ich Adelboden, Wengen und Kitzbühel gewonnen habe, fehlt eigentlich nur noch Schladming. Die ,Big Four‘ wären schon eine coole Geschichte.“