Tiroler Skiverband im Wandel der Zeit

1890 tauchten vom Norden kommend die ersten Ski in Tirol auf. Die Fahrten mit diesen bezeichnete man als Schneeschuhlaufen.
1893 Franz Reisch bestieg im Winter mehrmals das Kitzbühler Horn mit Skiern.
1895 Der Innsbrucker Heinrich Engl fertigt die ersten Skier in Tirol an. Im Raum Sistrans-Aldrans findet zum ersten Mal ein Skiwettkampf statt.
1901 Gründung des Ski Club Arlberg
1904 1. allgemeiner Skiwettkampf in St. Anton
1905 Gründung des Österreichischen Skiverbandes
1913 25. Jänner 1913 Gründung des Tiroler Skiverbandes
Vereine: SC Arlberg, SK Innsbruck, WSV Reutte, WSV Hall, SK Gurgl, SK Imst, WSV Kitzbühel, SK Kufstein, SK Wörgl, SK Kössen, WSV St. Johann, WSV Fieberbrunn, SK Ampezzo, SK Bozen, WSV Toblach, WSV Lienz, SK Ladinia,
Mitgliedsbeitrag: 5 Heller
1914 1. Tiroler Meisterschaft in Reutte - Langlauf und Sprunglauf,
Sieger: Paul Rotter, Eishockeyklub Prag (Rotter war als Soldat in Hall stationiert).
1914 1. Weltkrieg - Tätigkeit des Tiroler Skiverbandes eingestellt
1921 Wiederbeginn mit 32 Vereinen
1922 Rege Tätigkeiten in den verschiedenen Vereinen
Diverse Veranstaltungen im Raume Innsbruck, Kitzbühel, Ötztal und St. Anton. Landesskimeisterschaften.
Beginnender Skitourismus
1925 Erste Skilehrgänge in St. Christoph. Kursleiter war der Innsbrucker Prof. Janner (Obmann des ÖSV Jugendausschusses). Ausgebildet wurden 500 LehrerInnen sowie 400 Jugendliche.
1925 Der unselige Arierparagraph führt immer wieder zu Turbulenzen im Verband. Eine dunkle Seite in der Geschichte des Skiverbandes beginnt.
1927 Einweihung der Bergiselschanze
1928 Beginn der reinen alpinen Bewerbe
1. Kandahar-Rennen in St. Anton mit Abfahrt und Slalom
1931 FIS-Premiere im alpinen Skisport in Mürren. Das 1. Hahnenkammrennen findet statt.
1933 Große FIS-Rennen in Innsbruck mit 300 Wettkämpfern aus 18 Ländern
1936 Ein Blick ins Verbandsbudget:
Einnahmen: 3.828 S; Ausgaben für sportliche Zwecke und Kanzleibedarf 4.472 S; Mitgliedsbeitrag: 70 Groschen.
1938 Neuerliche Auflösung des Verbandes. Der TSV wird in den Reichsbund für Leibesübungen, Fachamt Skilauf, eingegliedert.
1945 Wiedergründung des Verbandes nach dem 2. Weltkrieg mit 16 Vereinen.
1951 ÖSV-Sitz von Wien nach Innsbruck verlegt
1956 Toni Sailer aus Kitzbühel gewinnt bei den Olympischen Spielen in Cortina alle Alpinbewerbe.
1963 50 jähriges Jubiläum
156 Vereine, 18.081 Mitglieder
Sportliche Erfolge bei bisher 4 olympischen Spielen:
4x Gold; 7x Silber; 8x Bronze.
bei Weltmeisterschaften von 1931 bis 1963:
20x Gold; 15x Silber; 10x Bronze.
Biathlon WM in Seefeld (noch mit Großkalibergewehren)
1964 Olympische Winterspiele in Innsbruck
Mitgliederstand: 20.270 / 171 Vereine
1967 Skigymnasium Stams beginnt Unterricht
1968 Universiade in Innsbruck
1969 Eröffnung der Skihauptschule Neustift
1. Karwendelmarsch des Tiroler Skiverbandes
Dieser hochalpine Leistungsmarsch, der von Scharnitz bis zum Achensee führte, kam dem damals beginnenden Fitnessbewusstsein vieler Hobbysportler entgegen. Mit 3000-4000 Teilnehmern war er die größte Sportveranstaltung in Tirol. Nach 22 Jahren wurde er zum Bedauern vieler Teilnehmer aus Umweltschutzgründen eingestellt.
1976 Zum zweiten Male finden in Innsbruck olympische Winterspiele statt.
1977 Gründung des Skipools Tirol
Sichert den finanziellen Hintergrund für eine bestmögliche Ausbildung junger Skitalente.
Gründungsmitglieder: Land Tirol; Kammer d. gewerbl. Wirtschaft, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Tiroler Skiverband
1978 Einführung des TSV Landescups für Schüler und Jugend; diese Rennen sind für eine Kaderquallifikation maßgebend.
1984 Paralympische Spiele in Innsbruck
1985 Nordische Ski-WM in Seefeld
1986 Dir. Ernst Scartezzini ist bis 2004 Präsident des TSV
1988 Paralympische Spiele in Innsbruck
2001 Alpine Ski WM in St. Anton
2002 Eröffnung der neuen Bergiselschanze
2004 Alpine Ski WM für Körper- und Sehbehinderte in der Wildschönau
Mag. Reinhard Eberl wird bis 2010 Präsident des TSV. Dir. Ernst Scartezzini wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2005 Biathlon WM in Hochfilzen
2006 1. Teil des Sprungschanzenkonzeptes in Kitzbühel, Natters, Absam und Wörgl wurde realisiert.
2007 Sprungschanzenrenovierung Kitzbühel, Natters, Absam und Wörgl wurde abgeschlossen.
2008 Sepp Reinalter bedenkt in seiner Verlassenschaft den Tiroler Skiverband großzügig und durch die Namensgebung der Sprunglaufmeisterschaften wird er unvergessen bleiben.
Mitgliederstand: 37.122 / 250 Vereine
2010 Mag. Werner Margreiter wird im Rahmen der 66. Jahreshauptversammlung neuer Präsident des TSV, Reini Eberl wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2012 Youth Olympic Games In Innsbruck, Seefeld und im Kühtai
11.Okt. 2013 Der TSV feiert sein hundertjähriges Bestehen mit einem großen Fest. Der Stand im April 13: 239 Vereine mit rund 38.000 Mitgliedern, 200 Kaderathleten in 7 olympischen Disziplinen sowie drei weiteren Sportarten.
2014 Im Rahmen der 70. Jahreshauptversammlung in Innsbruck werden die Referate Skibergsteigen und Telemark in den TSV aufgenommen und Alfons Schranz zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2016 International Childrens Games in Innsbruck, Seefeld, Axams, Telfs und Götzens
2017 Biathlon WM in Hochfilzen